SANIERUNG

HABT IHR WIRKLICH ALLES SELBER GEMACHT?
UND WIE LANGE HABT IHR DAFÜR GEBRAUCHT?

Diese Fragen kommen ziemlich oft. Und tatsächlich hätten wir diese Fragen auch gerne gestellt, bevor wir mit der Sanierung angefangen haben. Daher geben wir hier einen Überblick über die Maßnahmen und den Umbau.

Entgegen der hier gezeigten Planzeichnungen, haben wir nur den rechten Gebäudeteil, also das Wohnhaus, saniert. Der Ökonomietrakt links ist (noch) unberührt. Den Grundriss haben wir während des Baufortschritt über Bord geworfen. Die Darstellung stimmt also nicht mit der Umsetzung überein.

ERDGESCHOSS

PROBLEME 
Unterschiedliche Bodenniveaus, geringe Raumhöhe, keine Betonbodenplatte

MASSNAHMEN
Einbau einer Stufe, so dass nur der Eingangsbereich tiefer liegt. Aufschütten des Kellers, um im Esszimmer das Bodenniveau zu senken. Anpassung der Bodenniveaus auf Esszimmerniveau in allen Räumen, sowie Einbringen einer Betonbodenplatte mit Amierung.


Der ehemalige Kuhstall wurde zum neuen Treppenhaus. Es
entstand ein großzügiger Eingangsbereich mit einer Raumhöhe von 13 Metern bis unters Dach. Im rückwärtigen Teil befinden sich die Gästetoilette und der Technikraum (im Plan dargestellt als Waschraum und Brennerei).

Die drei kleinen Zimmer von früher (Wohnzimmer, Stube und Küche) wurden zu einem großen Koch- und Essbereich zusammengefügt. Der alte Kachelofen wurde  restauriert und blieb als raumbildendes Element erhalten. Der frühere Flur ist auch heute noch Flur, lediglich die Treppe wurde entfernt. 

ERSTES OBERGESCHOSS

PROBLEME 
Unterschiedliche Raumhöhen, zu dünne Außenwände (t = 15 cm)

MASSNAHMEN
Ausgleich der Deckenbalken im Bodenbereich, Außenwände und Fensterlaibungen mit Lehmsteinen vorgemauert und den Zwischenraum mit Lehmmörtel aufgefüllt.


Die ehemalige Mädchenkammer wurde zugunsten des offenen Eingangsbereichs aufgelöst. Im rückwärtigen Teil befindet sich das Gästezimmer. Hier wurde früher Stroh gelagert.

Der Flur bleibt Flur, lediglich die Treppe wurde entfernt. Auch das Schlafzimmer bleibt Schlafzimmer. Im früheren Knabenzimmer ist
heute das Bad, links daneben befindet sich die Ankleide. 

DACHGESCHOSS

PROBLEME 
Ungedämmtes Dach, schräger und instabiler Giebel, zu dünne Giebelwand (t = 15 cm), zum Ökonomietrakt fehlende Giebelwand

MASSNAHMEN
Neues Dach mit Festverglasung, Giebelwand vorgemauert mit Lehmziegeln und Lehmmörtel, fehlende Giebelwand in Holzständerbauweise eingezogen 


Das frühere Fruchtlager unterm Dach wurde in ein modernes Wohn- und Bürostudio umfunktioniert. Der Zwischenboden, auf dem sich ehemals die Räucherkammer befand, wurde entfernt, so dass der komplett offene Raum eine Höhe von sieben Metern aufweist. 

 

WAS UND WIE LANG:


Wir haben wirklich fast alles selber gemacht: Planung, Rückbau, Bodenplatte, Innenausbau, Vorbereitung Elektorarbeiten, Schreinerarbeiten inkl. Massivholzküche.

Beim Dach, Lehmbau, Heizung und Sanitär haben wir auf Fachbetriebe zurückgegriffen.

Das wirkt sich natürlich auf die Kosten der Modernisierung aus. Bei uns ergab sich folgende prozentuale Aufteilung:


DACH INKL. FESTVERGLASUNG 20%
HEIZUNG + SANITÄR 15%
BÖDEN 14%
ROHBAU 12%
GEMEINKOSTEN 8%
FENSTER 6%
KAMINOFEN 6%
SONSTIGES 6%
KÜCHE 4%
LEHMBAU 3%
TREPPE 3%
ELEKTRO 3%

Insgesamt waren wir gut vier Jahre mit der Sanierung beschäftigt. Von der ersten Planung über den Rückbau bis hin zum Wiederaufbau und Ausbau. Die Bauphase selbst dauerte knapp drei Jahre.

Das, was wir am Liebhof selber gemacht haben, bieten wir auch als Auftragsleistung über unsere Schreinerei Liebwerk an.

UNSERE HIGHLIGHTS